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Auction: SW1012 - Bonds & Shares Certificates of the World
Lot: 125

Friedrich I., König in Preussen. 6% Obligation 700 Reichsthaler, Cölln an der Spree, 14. August 1709. Innen mit Originalsignatur Friedrich I. Gläubiger war Madame de Pegrille, geborene Marquise de Regnies. Friedrich I. (1657-1713) wird am 1657 im preußischen Königsberg als Sohn des Kurfürsten von Brandenburg Friedrich Wilhelm, geboren. Nach dem Tod seines älteren Bruders 1674, wird Friedrich Kurprinz. 1688 stirbt Friedrichs Vater, Kurfürst Friedrich Wilhelm. Friedrich übernimmt die Regentschaft und heißt nun Friedrich III. Er überlässt die Staatsgeschäfte weitgehend seinem Minister Danckelmann. Im November 1688 unterstützt Kurfürst Friedrich III. Wilhelm von Oranien bei der Landung in England, und von 1688 bis 1697 die große Allianz gegen Frankreich. Während seiner Regentschaft wendet sich Friedrich I., dem französischen Vorbild Ludwig XIV. folgend, höfischer Prunkentfaltung und Repräsentation zu, die Berlin zu einem Mittelpunkt barocker Kultur werden lassen. 1696 gründet er die Academie der Mal-, Bild- und Baukunst, 1700 die Kurfürstlich-Brandenburgische Societät der Wissenschaften. 1697 wird Danckelmann von Kolbe von Wartenberg gestürzt, der nun die Staatsgeschäfte leitet. 1700 gelingt es Friedrich III vom habsburgischen Kaiser im Krontraktat die Zustimmung zur Königswürde zu erhalten. Dafür verpflichtet er sich zur militärischen Verteidigung der habsburgischen Ansprüche auf die spanische Erbfolge. Zusätzlich muss er zwei Millionen Goldthaler an den Kaiser und 600.000 Goldthaler an die deutsche Geistlichkeit zahlen. Am 18.1.1701 krönt sich Friedrich III. in Königsberg selbst zum König und heisst nun Friedrich I. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum Preußens, das unter seinen Nachfolgern zu einer europäischen Grossmacht aufsteigt. Friedrich I. ist der erste brandenburgische Kurfürst, der den Königstitel Preußens trägt. Nunmehr nennen sich Behörden und Armee königlich, der Gesamtstaat heißt fortan Königreich Preußen. 1701 werden August Reichsgraf von Wittgenstein zum Oberhofmarschall und 1702 Alexander Hermann Graf von Wartensleben zum Feldmarschall ernannt. Beide gelten als Gefolgsleute des Premiers von Wartenberg. Damit beginnt die Herrschaft der „drei schlimmen Weh“, die bis zu Ihrem Sturz 1710 das Land ausnutzen. 1709 vereinigt Friedrich I. die Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt, Friedrichstadt zur Residenzstadt Berlin. Am 25.2.1713 stirbt Friedrich I. in Berlin. Er hinterlässt dem Staat Schulden von einigen Millionen Thalern. Sein Sohn Friedrich Wilhelm I., der später der Soldatenkönig genannt wird, tritt Friedrichs Nachfolge an. (www.preussenchronik.de) Büttenpapier mit Wasserzeichen. Das Doppelblatt ist im Falz getrennt und zum Teil stockfleckig. Die Signatur ist in gutem Zustand. Verschiedene Einrisse und Siegel unvollständig. Rarität. Good.

Estimate
SFr4,000 to SFr5,000